← Zur Übersicht aller Beiträge

Prozesse

ChatGPT Work macht aus dem Chat einen ausführenden Arbeitsagenten

ChatGPT Work kann über Apps und Dateien hinweg recherchieren, analysieren und Arbeitsergebnisse erstellen. Der praktische Nutzen entsteht vor allem bei Aufgaben mit digitalen Eingaben, klarem Ergebnis und überprüfbaren Zwischenschritten.

OpenAI hat am 9. Juli ChatGPT Work vorgestellt. Der Agent kann Informationen über verbundene Apps und Dateien hinweg sammeln, komplexe Aufgaben zerlegen und fertige Dokumente, Tabellen, Präsentationen, Berichte oder Web-Anwendungen erstellen.

Work kann außerdem über längere Zeit an Aufgaben bleiben. Nutzer können Fortschritt verfolgen, Rückfragen beantworten, die Richtung ändern und wichtige Aktionen freigeben.

Die interessante Frage für Unternehmen lautet damit nicht mehr nur „Was kann der Chat?“, sondern: Welche Arbeit können wir sinnvoll als Paket delegieren?

Gute erste Anwendungsfälle haben fünf Eigenschaften

  • Die benötigten Eingaben sind digital verfügbar.

  • Der Vorgang tritt regelmäßig auf.

  • Das gewünschte Ergebnis ist klar beschreibbar.

  • Ein Mensch kann das Ergebnis mit vertretbarem Aufwand prüfen.

  • Fehler lösen nicht sofort eine schwer rückgängig zu machende Aktion aus.

Ein Beispiel wäre ein Monatsbericht, für den Informationen aus mehreren Quellen gesammelt, strukturiert und in ein festes Format gebracht werden. Schlechter geeignet ist ein Vorgang, bei dem unklare Einzelfallentscheidungen unmittelbar finanzielle oder rechtliche Folgen auslösen.

Für einen Pilot reicht deshalb ein kleiner Maßstab: einen Prozess auswählen, zwei Wochen messen und vergleichen – Bearbeitungszeit, Nacharbeit, Fehler und notwendige menschliche Eingriffe.

So wird aus „ChatGPT kann Arbeit übernehmen“ eine belastbare Entscheidung darüber, welche Arbeit sich tatsächlich lohnt zu delegieren.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und verantwortlich: Christian Hohlfeld.