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Wohnungswirtschaft

Bauministerkonferenz: Kostenreduziertes Bauen soll systematischer werden

Die Länder wollen eine gemeinsame Plattform für kostenreduziertes Bauen und prüfen den Einsatz von KI in Planungsverfahren. Für Wohnungsunternehmen ist vor allem die Standardisierung von Varianten und Entscheidungen interessant.

Die 149. Bauministerkonferenz hat sich unter anderem mit Baukosten, Standards und digitaler Planung beschäftigt. Die Länder wollen eine gemeinsame Plattform „Kostenreduziertes Bauen“ aufbauen und kostentreibende Standards sowie Normen erneut prüfen.

Außerdem sollen Möglichkeiten für einen rechtssicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bauleitplanung betrachtet werden.

Der interessante Teil ist die Wiederverwendung

Beim günstigerem Bauen wird häufig über einzelne technische Standards diskutiert. Für die praktische Umsetzung ist jedoch ein zweiter Hebel wichtig: Wie oft wird dieselbe Planungsentscheidung immer wieder neu getroffen?

Wenn Kommunen, Planer und Wohnungsunternehmen funktionierende Lösungen, Varianten und Entscheidungskriterien strukturiert wiederverwenden können, sinkt nicht nur Materialaufwand. Auch Planungs- und Abstimmungszeit kann geringer werden.

Eine gemeinsame Plattform kann dafür nützlich sein – sofern sie nicht nur Dokumente sammelt, sondern wirklich vergleichbare Lösungen und Rahmenbedingungen abbildet.

KI hilft erst nach der Standardisierung

Der Einsatz von KI in Planungsverfahren klingt attraktiv. Ohne saubere Daten und definierte Prüfschritte automatisiert er aber im Zweifel nur einen unklaren Prozess.

Ein sinnvoller Aufbau wäre:

  1. wiederkehrende Planungsfälle identifizieren,

  2. Eingabedaten und Mindestanforderungen standardisieren,

  3. zulässige Varianten festlegen,

  4. KI für Vorprüfung oder Vorschläge einsetzen,

  5. rechtlich relevante Entscheidungen beim zuständigen Menschen belassen.

So wird KI zum Beschleuniger eines definierten Verfahrens statt zum Ersatz für ungeklärte Zuständigkeiten.

Was der GdW zusätzlich fordert

Der GdW begrüßte die Ergebnisse der Konferenz, fordert darüber hinaus aber eine bundesrechtliche Absicherung des Gebäudetyps E. Diese Forderung ist eine Position des Verbands und nicht mit einem bereits gefassten Bundesgesetz zu verwechseln.

Für Wohnungsunternehmen bleibt damit kurzfristig wichtig, bei jedem Projekt zu trennen: Was ist beschlossen, was ist Plattform- oder Pilotarbeit und was ist politische beziehungsweise verbandliche Forderung?

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und verantwortlich: Christian Hohlfeld.