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Makler

Baupreise steigen um fünf Prozent: Neubauangebote brauchen aktuelle Kostenannahmen

Die Preise für den Neubau konventioneller Wohngebäude lagen im Mai 2026 fünf Prozent über dem Vorjahr. Für Neubauvermarktung und Projektvertrieb werden veraltete Kalkulationen damit schnell problematisch.

Die Baupreise für konventionell errichtete Wohngebäude in Deutschland lagen im Mai 2026 5,0 Prozent über dem Vorjahresmonat. Gegenüber Februar 2026 stiegen sie um 2,4 Prozent, meldet Destatis.

Rohbauarbeiten verteuerten sich im Jahresvergleich um 4,9 Prozent, Ausbauarbeiten um 5,1 Prozent. Besonders deutlich stiegen unter anderem Dachdeckungs- sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten.

Relevanz für Neubauvertrieb

Für Makler im klassischen Bestandsverkauf ist der Baupreisindex kein direkter Immobilienpreisindex. Im Neubau- und Projektvertrieb wirkt er jedoch unmittelbar auf Kalkulation, Nachträge und Preispositionierung.

Ein Exposé, das mit einer Monate alten Projektkalkulation arbeitet, kann deshalb schnell ein falsches Bild vermitteln. Das betrifft auch Aussagen wie „Neubau ist nur X Prozent teurer als Bestand“, wenn die zugrunde liegenden Kostenannahmen nicht aktuell sind.

Baupreis und Kaufpreis nicht verwechseln

Destatis weist ausdrücklich darauf hin, dass der Baupreisindex Preise für Bauleistungen am Bauwerk misst. Grundstück, Finanzierung, Planung, Vertrieb und weitere Projektkosten sind darin nicht vollständig abgebildet.

Für Makler ist die saubere Sprache entscheidend: Steigende Baupreise erklären Kostendruck, sie begründen aber nicht automatisch jeden verlangten Angebotspreis.

Wer Neubau vermarktet, sollte deshalb das Datum der Kalkulation kennen und bei längeren Projekten Preisstände versionieren.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und verantwortlich: Christian Hohlfeld.