← Zur Übersicht aller Beiträge

Makler

Transaktionen statt nur Preise: Bundesbank aktualisiert Daten zu Eigentumswohnungsverkäufen

Die Bundesbank führt die Anzahl der Transaktionen von Eigentumswohnungen als eigenen Wohnimmobilien-Indikator. Für Makler ist das ein wichtiger Liquiditätsmaßstab neben Preisindizes.

Preise beantworten nur eine Hälfte der Marktfrage. Die andere lautet: Wie viele Objekte werden tatsächlich verkauft?

Die Bundesbank hat Anfang September ihr Indikatorensystem zum Wohnimmobilienmarkt aktualisiert und führt dort die Zahl der Transaktionen von Eigentumswohnungen als eigenen realwirtschaftlichen Indikator.

Warum Volumen und Preis getrennt werden müssen

Ein Markt kann steigende Preise und gleichzeitig sinkende Transaktionszahlen zeigen. Das passiert etwa, wenn nur ein kleinerer Teil besonders gefragter Objekte verkauft wird oder Verkäufer ihre Preisvorstellungen nicht schnell genug an veränderte Finanzierung anpassen.

Für Makler kann die Transaktionszahl deshalb früher zeigen, dass ein Markt an Liquidität verliert, obwohl Preisindizes noch stabil aussehen.

Die eigene Pipeline dagegenhalten

Am nützlichsten wird der amtliche Indikator in Verbindung mit den eigenen Daten:

  • neue Verkaufsmandate,

  • qualifizierte Anfragen,

  • Besichtigungen,

  • Preisreduzierungen,

  • Reservierungen,

  • notarielle Abschlüsse,

  • mittlere Vermarktungsdauer.

Wenn die eigene Abschlussquote fällt, während der Gesamtmarkt stabil ist, liegt das Problem eher im Portfolio oder Prozess. Fällt auch der Markt, verändert sich die Ausgangslage generell.

Makler sollten deshalb nicht nur fragen, was Immobilien kosten, sondern wie leicht sie zu diesem Preis tatsächlich den Eigentümer wechseln.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und verantwortlich: Christian Hohlfeld.