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Regulierung

EU-Rechenzentren: Nach Reporting kommen Rating und Mindeststandards

Die EU-Kommission bringt ein gemeinsames Nachhaltigkeitsrating für Rechenzentren auf den Weg und konsultiert parallel Mindeststandards. Energie, Wasser, Abwärme und Netzintegration werden damit stärker vergleichbar.

Die Europäische Kommission verschärft den Blick auf die Energie- und Ressourceneffizienz von Rechenzentren. Am 21. September hat sie ein gemeinsames EU-Rating für Rechenzentren vorgestellt und zugleich eine öffentliche Konsultation zu möglichen Mindestleistungsstandards gestartet.

Das ist ein wichtiger Schritt über die bisherige reine Datenerfassung hinaus: Aus Reporting soll Vergleichbarkeit werden.

Rating nach Energie und Wasser

Nach Angaben der Kommission soll das gemeinsame System unter anderem tatsächlichen Energie- und Wasserverbrauch, Netzintegration, erneuerbare Erzeugung und die Nutzung von Abwärme sichtbarer machen.

Freshfields beschreibt den Vorschlag so, dass betroffene Rechenzentren auf getrennten Skalen für Energie und Wasser mit Klassen von A bis G bewertet werden sollen. Die ersten Nachhaltigkeitslabel werden 2027 erwartet.

Parallel prüft die Kommission Mindestleistungsstandards für Rechenzentren. Die Konsultation läuft bis zum 14. Dezember 2026; ein Legislativvorschlag ist für das zweite Quartal 2027 geplant.

Warum das für Projekte jetzt relevant ist

Rechenzentrumsprojekte werden damit nicht nur nach verfügbarer Leistung und Strompreis bewertet. Weitere Kennzahlen gewinnen an Bedeutung:

  • Energieeffizienz,

  • Wasserverbrauch,

  • Abwärmenutzung,

  • Flexibilität gegenüber dem Stromnetz,

  • Anteil sauberer Energie.

Für Betreiber und Investoren ist das vor allem bei Anlagen mit langer Lebensdauer relevant. Eine heute geplante technische Auslegung kann in wenigen Jahren öffentlich vergleichbar und möglicherweise an Mindestanforderungen messbar werden.

Die Regeln sind teilweise noch im Vorschlags- und Konsultationsstadium. Gerade deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diese Kennzahlen vor einer Investitionsentscheidung in die technische und wirtschaftliche Planung einzubauen.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und verantwortlich: Christian Hohlfeld.