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Makler

Immobilien-Share-Deals: Neue Risikoanalyse zeigt, wo Makler genauer hinsehen müssen

Die neue sektorspezifische Risikoanalyse des Bundes nennt Share Deals, Scheinunternehmen und Durchlaufgesellschaften als relevante Geldwäscherisiken. Für Makler steigt damit die Bedeutung transparenter Eigentümer- und Beteiligungsstrukturen.

Das Bundesfinanzministerium und das Bundesjustizministerium haben im Juli 2026 eine neue sektorspezifische Risikoanalyse zu Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung veröffentlicht. Sie untersucht insbesondere den Missbrauch juristischer Personen und Personengesellschaften und nennt dabei auch Immobilientransaktionen über Share Deals, Scheinunternehmen und Durchlaufgesellschaften.

Für Immobilienmakler ist das praktisch relevant, weil bei einem komplexen Verkauf nicht nur die Person am Verhandlungstisch zählt. Entscheidend kann sein, wer hinter einer Gesellschaft steht, wer wirtschaftlich berechtigt ist und wie die Transaktion strukturiert wird.

Der Risikofaktor ist die Intransparenz

Ein Share Deal ist nicht automatisch verdächtig. Er kann wirtschaftlich und rechtlich legitime Gründe haben. Die Risikoanalyse zeigt aber, warum verschachtelte Eigentumsstrukturen, häufig wechselnde Gesellschaften oder schwer nachvollziehbare Zahlungswege stärker geprüft werden müssen.

Ein sauberer Maklerprozess sollte deshalb nicht bei Ausweiskopie und Handelsregisterauszug enden. Bei juristischen Personen gehören wirtschaftlich Berechtigte, Vertretungsbefugnisse und die Plausibilität der Struktur in die Akte.

Auch bei kurzfristigen Änderungen kurz vor Abschluss sollte der Vorgang nicht einfach weiterlaufen. Wenn Käufergesellschaft, Beteiligte oder Zahlungsweg wechseln, ist das ein Anlass für eine erneute risikobasierte Prüfung.

Dokumentation statt Bauchgefühl

Der Nutzen einer strukturierten Prüfung liegt nicht darin, dass der Makler selbst Ermittler wird. Er muss aber nachvollziehbar dokumentieren können, welche Informationen vorlagen, welche Auffälligkeiten erkannt wurden und wie damit umgegangen wurde.

Gerade bei hochpreisigen oder gesellschaftsrechtlich komplexen Immobiliengeschäften wird damit die Transparenz der Eigentümerstruktur zu einem eigenen Arbeitsschritt – nicht zu einer Randnotiz im Objektordner.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und verantwortlich: Christian Hohlfeld.