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Europäischer Gaspreis überschreitet erstmals seit 2022 die 100-Euro-Marke
Europäischer Gaspreis überschreitet erstmals seit 2022 die 100-Euro-Marke
Der europäische TTF-Gasleitkontrakt stieg am 28. Oktober erstmals seit Dezember 2022 wieder über 100 Euro je Megawattstunde und lag am frühen Abend wieder knapp unter 99 Euro. Für Wohnungsunternehmen und gasbeheizte Haushalte erhöht der Preissprung das Risiko steigender Beschaffungs- und Heizkosten, während deutsche Speicher nur zu 61,6 Prozent gefüllt sind.
Der europäische Referenzpreis für Erdgas hat am 28. Oktober 2026 erstmals seit Dezember 2022 wieder die Marke von 100 Euro je Megawattstunde überschritten. Der November-Kontrakt am niederländischen Handelspunkt TTF erreichte im Tageshoch 100,945 Euro. Um 18:14 Uhr wies die Börse Stuttgart einen letzten Kurs von 98,975 Euro aus, 3,03 Prozent über dem Vortageswert.
Der TTF-Future ist ein Großhandelspreis für die physische Lieferung von Erdgas. Er ist nicht mit dem Endkundenpreis auf einer Heizkostenabrechnung gleichzusetzen. Versorger beschaffen Gas zu unterschiedlichen Zeitpunkten und sichern Teile ihres Bedarfs langfristig ab. Ein kurzfristiger Börsenanstieg kommt deshalb meist verzögert und nicht im gleichen Umfang bei Haushalten oder Wohnungsunternehmen an.
Lieferstörungen und niedriger Speicherpuffer treiben den Markt
Reuters führt den Preissprung auf eingeschränkte Flüssiggaslieferungen aus dem Nahen Osten und den Wettbewerb um verfügbare LNG-Frachten vor dem Winter zurück. Der TTF-Preis lag damit ungefähr dreimal so hoch wie vor Beginn des Iran-Kriegs. Auch der deutsche Stromterminmarkt reagierte: Der Grundlastkontrakt für das Folgejahr stieg laut Reuters auf 159,30 Euro je Megawattstunde, den höchsten Stand seit Juni 2023.
Gleichzeitig ist der Speicherpuffer geringer als im Vorjahr. Die europäischen Gasspeicher waren am 21. Oktober nach Angaben der EU-Energieregulierungsagentur ACER zu rund 75 Prozent gefüllt. Die Bundesnetzagentur beziffert den deutschen Stand am 28. Oktober auf 61,6 Prozent beziehungsweise 152,5 Terawattstunden. Für den 1. November gilt grundsätzlich ein Ziel von 80 Prozent; für mehrere Speicher gelten niedrigere Sonderziele.
Der Preis von 100 Euro markiert keinen Versorgungsnotstand. Die Bundesnetzagentur aktualisierte am 29. Oktober weiterhin regulär Gasflüsse, LNG-Auslastung und Speicherstände. Er zeigt jedoch, dass der Markt einen kleineren Sicherheitspuffer und mögliche Lieferunterbrechungen wieder deutlich höher bewertet.
Heizkosten reagieren zeitversetzt
Für Wohnungsunternehmen ist vor allem der Zeitraum der Beschaffung entscheidend. Wer für 2027 bereits größere Mengen fest kontrahiert hat, ist von einzelnen Tagesbewegungen weniger unmittelbar betroffen. Bei auslaufenden Verträgen, variablen Beschaffungsmodellen oder kurzfristigem Zusatzbedarf kann das höhere Großhandelsniveau dagegen schneller in neue Angebote einfließen.
Die Bundesnetzagentur hatte für September einen modellierten Neukundenpreis von 11,33 Cent je Kilowattstunde Gas ausgewiesen. Der jetzige TTF-Sprung beschreibt eine andere Marktstufe: Er betrifft den aktuellen Großhandel und damit einen wichtigen, aber nicht einzigen Bestandteil künftiger Lieferpreise. Netzentgelte, CO₂-Kosten, Steuern, Vertrieb und der Beschaffungszeitpunkt kommen hinzu.
Für Betriebskostenplanung und Vorauszahlungen ist daher nicht ein einzelner Börsentag maßgeblich, sondern ob sich das Niveau über mehrere Wochen hält und wann der jeweilige Liefervertrag angepasst wird. Der neue Höchststand seit 2022 erhöht dieses Preisrisiko, ohne bereits eine konkrete Erhöhung einzelner Mietnebenkosten zu belegen.
Der europäische TTF-Gasleitkontrakt stieg am 28. Oktober erstmals seit Dezember 2022 wieder über 100 Euro je Megawattstunde und lag am frühen Abend wieder knapp unter 99 Euro. Für Wohnungsunternehmen und gasbeheizte Haushalte erhöht der Preissprung das Risiko steigender Beschaffungs- und Heizkosten, während deutsche Speicher nur zu 61,6 Prozent gefüllt sind.
Der europäische Referenzpreis für Erdgas hat am 28. Oktober 2026 erstmals seit Dezember 2022 wieder die Marke von 100 Euro je Megawattstunde überschritten. Der November-Kontrakt am niederländischen Handelspunkt TTF erreichte im Tageshoch 100,945 Euro. Um 18:14 Uhr wies die Börse Stuttgart einen letzten Kurs von 98,975 Euro aus, 3,03 Prozent über dem Vortageswert.
Der TTF-Future ist ein Großhandelspreis für die physische Lieferung von Erdgas. Er ist nicht mit dem Endkundenpreis auf einer Heizkostenabrechnung gleichzusetzen. Versorger beschaffen Gas zu unterschiedlichen Zeitpunkten und sichern Teile ihres Bedarfs langfristig ab. Ein kurzfristiger Börsenanstieg kommt deshalb meist verzögert und nicht im gleichen Umfang bei Haushalten oder Wohnungsunternehmen an.
Lieferstörungen und niedriger Speicherpuffer treiben den Markt
Reuters führt den Preissprung auf eingeschränkte Flüssiggaslieferungen aus dem Nahen Osten und den Wettbewerb um verfügbare LNG-Frachten vor dem Winter zurück. Der TTF-Preis lag damit ungefähr dreimal so hoch wie vor Beginn des Iran-Kriegs. Auch der deutsche Stromterminmarkt reagierte: Der Grundlastkontrakt für das Folgejahr stieg laut Reuters auf 159,30 Euro je Megawattstunde, den höchsten Stand seit Juni 2023.
Gleichzeitig ist der Speicherpuffer geringer als im Vorjahr. Die europäischen Gasspeicher waren am 21. Oktober nach Angaben der EU-Energieregulierungsagentur ACER zu rund 75 Prozent gefüllt. Die Bundesnetzagentur beziffert den deutschen Stand am 28. Oktober auf 61,6 Prozent beziehungsweise 152,5 Terawattstunden. Für den 1. November gilt grundsätzlich ein Ziel von 80 Prozent; für mehrere Speicher gelten niedrigere Sonderziele.
Der Preis von 100 Euro markiert keinen Versorgungsnotstand. Die Bundesnetzagentur aktualisierte am 29. Oktober weiterhin regulär Gasflüsse, LNG-Auslastung und Speicherstände. Er zeigt jedoch, dass der Markt einen kleineren Sicherheitspuffer und mögliche Lieferunterbrechungen wieder deutlich höher bewertet.
Heizkosten reagieren zeitversetzt
Für Wohnungsunternehmen ist vor allem der Zeitraum der Beschaffung entscheidend. Wer für 2027 bereits größere Mengen fest kontrahiert hat, ist von einzelnen Tagesbewegungen weniger unmittelbar betroffen. Bei auslaufenden Verträgen, variablen Beschaffungsmodellen oder kurzfristigem Zusatzbedarf kann das höhere Großhandelsniveau dagegen schneller in neue Angebote einfließen.
Die Bundesnetzagentur hatte für September einen modellierten Neukundenpreis von 11,33 Cent je Kilowattstunde Gas ausgewiesen. Der jetzige TTF-Sprung beschreibt eine andere Marktstufe: Er betrifft den aktuellen Großhandel und damit einen wichtigen, aber nicht einzigen Bestandteil künftiger Lieferpreise. Netzentgelte, CO₂-Kosten, Steuern, Vertrieb und der Beschaffungszeitpunkt kommen hinzu.
Für Betriebskostenplanung und Vorauszahlungen ist daher nicht ein einzelner Börsentag maßgeblich, sondern ob sich das Niveau über mehrere Wochen hält und wann der jeweilige Liefervertrag angepasst wird. Der neue Höchststand seit 2022 erhöht dieses Preisrisiko, ohne bereits eine konkrete Erhöhung einzelner Mietnebenkosten zu belegen.
Quellen
ICE Endex – Produktspezifikation und Marktdaten Dutch TTF Gas Futures
Börse Stuttgart – November-2026-TTF-Future mit Tageshoch 100,945 Euro, 28.10.2026
Reuters – European gas touches €100 for first time since 2022 energy crisis, 28.10.2026
Bundesnetzagentur – Aktuelle Lage der Gasversorgung, aktualisiert am 29.10.2026
Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und freigegeben von Christian Heinrich Hohlfeld am .