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Wohnungswirtschaft

Wohnungsmarkt im dritten Quartal: Mieten steigen, Investitionen bleiben zinssensibel

CBRE beziffert den Wohninvestmentmarkt bis September auf 5,9 Milliarden Euro; Inseratsmieten in 20 Städten steigen um 3,6 Prozent im Jahresvergleich. Die Zahlen sind keine Bestandsmieten.

Die Wohnraumnachfrage und der Kapitalmarkt entwickeln sich im dritten Quartal 2026 unterschiedlich. Die am 21. Oktober veröffentlichte Gesamtauswertung von CBRE zeigt steigende Angebotsmieten bei gleichzeitig höheren Finanzierungskosten und verhaltener Kaufpreisdynamik. Für Wohnungsunternehmen ist vor allem die Trennung zwischen tatsächlichem Investmentvolumen, Inseratspreisen und bestehenden Mietverträgen wichtig.

5,9 Milliarden Euro Wohninvestments bis September

Im deutschen Wohninvestmentmarkt wurden nach CBRE in den ersten neun Monaten rund 5,9 Milliarden Euro umgesetzt; etwa 49.500 Wohnungen wechselten den Eigentümer. Das entspricht ungefähr 70 Prozent des Transaktionsvolumens und 90 Prozent der Stückzahl des Gesamtjahres 2025. Der Wert bezeichnet gehandelte Investmentobjekte, nicht neu errichtete Wohnungen oder den Umsatz des gesamten Wohnimmobilienmarkts.

Bei den Spitzenrenditen der sieben größten Städte meldet CBRE für das dritte Quartal einen Anstieg um 20 Basispunkte auf rund 3,6 Prozent. Gleichzeitig stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen über 3,6 Prozent. Der vorherige Renditeabstand zu Staatsanleihen ist damit praktisch verschwunden. Das kann große Portfoliokäufe trotz anhaltender Mietnachfrage unattraktiver machen.

Mietindex über dem Vorjahr – aber nicht bei Bestandsverträgen

Der aus Inseraten abgeleitete Mietindex für die 20 untersuchten Städte lag im dritten Quartal 3,6 Prozent über Vorjahr und 0,8 Prozent über Vorquartal. Der Index der angebotenen Wohnungskaufpreise in denselben Städten stieg um 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr, aber nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Diese Werte beschreiben Angebotspreise, keine repräsentative Statistik tatsächlich bezahlter Bestandsmieten, beurkundeter Kaufpreise oder einzelner Quartiere. Auch die Untersuchungsräume und Methoden verschiedener Maklerportale sind nicht identisch. ImmoScout24 berichtet unabhängig ebenfalls von höherer Zinsbelastung und einer Verlagerung der Nachfrage in Richtung Miete.

Konsequenz für Eigentümer und kommunale Träger

Wer Budgets, Verkaufspreise oder Neubauentscheidungen plant, sollte deshalb getrennte Annahmen verwenden: Angebotsmieten für Neuvermietung, tatsächliche Mietverträge für den Bestand, Zinsszenarien für Finanzierung und konkrete lokale Vergleichstransaktionen für Kaufpreise. Eine pauschale Übertragung der 3,6 Prozent auf jedes bestehende Mietverhältnis wäre sachlich falsch.

Konzept und redaktionelle Auswahl basieren auf Vorgaben von Christian Hohlfeld; Recherche und Formulierung wurden durch KI unterstützt. Eine individuelle menschliche Freigabe steht noch aus.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und freigegeben von Christian Heinrich Hohlfeld am .