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Makler

Hausgold-Auswertung: Inseratsdauer reicht regional von 3,1 bis 8,8 Wochen

Wie lange ein Wohnimmobilienangebot sichtbar bleibt, unterscheidet sich innerhalb Deutschlands erheblich. Eine Auswertung des Immobilienvermittlers Hausgold auf Basis mehrerer hunderttausend Angebote aus Onlineportalen und Printmedien kommt für die ersten fünf Monate 2026 auf eine Spannweite von 3,1 bis 8,8 Wochen.

Am schnellsten verschwanden Angebote demnach im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz mit durchschnittlich 3,1 Wochen. Es folgten Hof mit 3,7 Wochen sowie Frankenthal mit 3,8 Wochen. Am anderen Ende der Auswertung standen Zweibrücken mit 8,8 Wochen, Cottbus mit 8,5 Wochen und der Landkreis Hildburghausen mit 8,4 Wochen.

Auch die Großstädte unterscheiden sich deutlich

In den sieben größten deutschen Städten lagen die ermittelten Zeiten enger beieinander, aber nicht auf einem einheitlichen Niveau. München erreichte mit fünf Wochen den niedrigsten Wert. Köln und Frankfurt kamen jeweils auf 5,8 Wochen, Hamburg auf 5,9 Wochen, Berlin auf 6,1 Wochen und Düsseldorf auf 6,2 Wochen.

Die Daten zeigen damit nicht einfach ein Gefälle zwischen Großstadt und ländlichem Raum. Schnelle und langsame Teilmärkte finden sich in beiden Gruppen. Für die Vermarktungsplanung ist deshalb die konkrete Region aussagekräftiger als ein bundesweiter Durchschnitt.

Hausgold berichtet ergänzend, dass im ersten Quartal 2026 mehr neue Wohnimmobilien inseriert wurden als ein Jahr zuvor, während die Angebote vielerorts länger sichtbar blieben. Das Unternehmen nennt zurückhaltendere Käufer, gestiegene Finanzierungskosten und unrealistische Preisvorstellungen als mögliche Gründe. Diese Ursachen sind jedoch keine für jedes einzelne Objekt nachgewiesenen Erklärungen.

Inseratsende ist nicht gleich Verkauf

Die Kennzahl misst, wie lange ein Angebot veröffentlicht ist. Sie beweist weder, dass das Objekt anschließend verkauft wurde, noch zu welchem Preis ein Abschluss zustande kam. Ein Inserat kann auch wegen eines Anbieterwechsels, einer Preisanpassung oder einer Vermarktung außerhalb des beobachteten Kanals verschwinden.

Ebenso ist die Inseratsdauer nicht mit der gesamten Verkaufsdauer gleichzusetzen. Bonitätsprüfung, Finanzierungsbestätigung, Kaufvertragsentwurf, notarielle Beurkundung und Grundbuchvollzug folgen erst nach der Interessentensuche. Hausgold nennt für den gesamten Immobilienverkauf in Deutschland typischerweise drei bis sechs Monate.

Was Makler aus der regionalen Streuung ableiten können

Für Maklerbüros ist die Auswertung vor allem ein Vergleichsmaßstab. Ein Objekt, das deutlich länger als ähnliche Angebote im eigenen Teilmarkt sichtbar bleibt, kann auf eine unpassende Preispositionierung, unvollständige Unterlagen, Sanierungsrisiken oder eine zu geringe Reichweite hinweisen. Die Daten ersetzen dabei keine Objektbewertung und keine echten Vergleichsabschlüsse.

Sinnvoll ist die Trennung von drei Zeitpunkten: Veröffentlichung des Inserats, Reservierung beziehungsweise verbindliche Kaufzusage und notarielle Beurkundung. Erst diese interne Prozesskette zeigt, ob Verzögerungen in der Nachfrage, der Finanzierung oder der Abwicklung entstehen. Für Verkäufer macht sie zudem sichtbar, dass eine kurze Online-Zeit allein noch keinen schnellen oder wirtschaftlich guten Abschluss belegt.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und freigegeben von Christian Heinrich Hohlfeld am .