← Zur Übersicht aller Beiträge
RE/MAX-Umfrage: Vermarktungszeiten am Immobilienmarkt werden länger
In einer RE/MAX-Befragung berichten 77,1 Prozent der Teilnehmer von leicht oder deutlich längeren Vermarktungszeiten. Mehr als die Hälfte veranschlagt inzwischen über sechs Monate bis zum Verkauf.
RE/MAX-Umfrage: Vermarktungszeiten am Immobilienmarkt werden länger
In einer RE/MAX-Befragung berichten 77,1 Prozent der Teilnehmer von leicht oder deutlich längeren Vermarktungszeiten. Mehr als die Hälfte veranschlagt inzwischen über sechs Monate bis zum Verkauf.
Längere Verkaufsprozesse prägen nach einer aktuellen RE/MAX-Umfrage die Stimmung am deutschen Immobilienmarkt. Das Maklernetzwerk befragte rund 800 Immobilienexperten. 56,3 Prozent berichten von deutlich längeren Vermarktungszeiten bei Wohnungen und Häusern, weitere 20,8 Prozent von einer leichten Verlängerung.
Mehr als die Hälfte der Befragten, 54,3 Prozent, setzt die durchschnittliche Dauer bis zum Verkauf inzwischen bei über sechs Monaten an. Im Vorjahr waren es 32,7 Prozent. Gleichzeitig bewerten 62,5 Prozent die aktuelle Marktstimmung negativ. Der Anteil der Bewertungen „deutlich gut“ oder „sehr gut“ sank von 12,9 auf 2,1 Prozent.
Erwartungslücke wird zum Prozessrisiko
Die Zahlen deuten darauf hin, dass nicht allein Reichweite oder Zahl der Interessenten über den Abschluss entscheiden. Wenn Preisvorstellungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Objektzustand auseinanderliegen, verlängert sich die Phase zwischen Erstvermarktung und notarieller Beurkundung. Das erhöht den Abstimmungsbedarf und kann bereits zugesagte Finanzierungen oder Umzugspläne gefährden.
Auch die Preiserwartungen werden vorsichtiger. 31,9 Prozent der Befragten rechnen in wirtschaftlich starken Städten und Regionen in den kommenden zwölf Monaten mit leicht sinkenden Immobilienpreisen; 2025 waren es 9,9 Prozent. Für wirtschaftlich schwächere Regionen erwarten 36,2 Prozent einen leichten und 27,7 Prozent einen starken Rückgang.
Was Makler daraus ableiten können
Ein längerer Prozess sollte bereits im Erstgespräch transparent werden. Dazu gehören eine nachvollziehbare Marktpreiseinschätzung, dokumentierte Vergleichsobjekte und feste Zeitpunkte, an denen Resonanz, Besichtigungsquote und Finanzierungsfähigkeit neu bewertet werden. Preisänderungen werden dadurch nicht automatisch erforderlich, aber sie beruhen auf beobachtbaren Signalen statt auf Einzelmeinungen.
Für Käuferqualifizierung und Verkäuferkommunikation ist außerdem eine saubere Trennung hilfreich: viele Anfragen sind nicht gleichbedeutend mit vielen finanzierbaren Angeboten. Kennzahlen wie qualifizierte Kontakte, Besichtigungen, schriftliche Gebote und Abbruchgründe machen sichtbar, an welcher Stelle der Vermarktung Reibung entsteht.
Grenzen der Erhebung
Das materielle Delta liegt in der deutlichen Verschiebung gegenüber der Vorjahresbefragung: Dauer, Stimmung und Preiserwartungen haben sich gleichzeitig eingetrübt. Für die operative Vermarktung ist damit vor allem die realistische Erwartungssteuerung wichtiger geworden.
Die Befragung stammt aus dem RE/MAX-Netzwerk und ist kein amtlicher Transaktionsdatensatz. Sie misst Einschätzungen von Marktteilnehmern und erlaubt keine belastbare Aussage für jede Region oder Objektklasse. Die Ergebnisse sollten deshalb mit lokalen Angebotszeiten, Kaufpreissammlungen und tatsächlichen Abschlüssen abgeglichen werden.
Längere Verkaufsprozesse prägen nach einer aktuellen RE/MAX-Umfrage die Stimmung am deutschen Immobilienmarkt. Das Maklernetzwerk befragte rund 800 Immobilienexperten. 56,3 Prozent berichten von deutlich längeren Vermarktungszeiten bei Wohnungen und Häusern, weitere 20,8 Prozent von einer leichten Verlängerung.
Mehr als die Hälfte der Befragten, 54,3 Prozent, setzt die durchschnittliche Dauer bis zum Verkauf inzwischen bei über sechs Monaten an. Im Vorjahr waren es 32,7 Prozent. Gleichzeitig bewerten 62,5 Prozent die aktuelle Marktstimmung negativ. Der Anteil der Bewertungen „deutlich gut“ oder „sehr gut“ sank von 12,9 auf 2,1 Prozent.
Erwartungslücke wird zum Prozessrisiko
Die Zahlen deuten darauf hin, dass nicht allein Reichweite oder Zahl der Interessenten über den Abschluss entscheiden. Wenn Preisvorstellungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Objektzustand auseinanderliegen, verlängert sich die Phase zwischen Erstvermarktung und notarieller Beurkundung. Das erhöht den Abstimmungsbedarf und kann bereits zugesagte Finanzierungen oder Umzugspläne gefährden.
Auch die Preiserwartungen werden vorsichtiger. 31,9 Prozent der Befragten rechnen in wirtschaftlich starken Städten und Regionen in den kommenden zwölf Monaten mit leicht sinkenden Immobilienpreisen; 2025 waren es 9,9 Prozent. Für wirtschaftlich schwächere Regionen erwarten 36,2 Prozent einen leichten und 27,7 Prozent einen starken Rückgang.
Was Makler daraus ableiten können
Ein längerer Prozess sollte bereits im Erstgespräch transparent werden. Dazu gehören eine nachvollziehbare Marktpreiseinschätzung, dokumentierte Vergleichsobjekte und feste Zeitpunkte, an denen Resonanz, Besichtigungsquote und Finanzierungsfähigkeit neu bewertet werden. Preisänderungen werden dadurch nicht automatisch erforderlich, aber sie beruhen auf beobachtbaren Signalen statt auf Einzelmeinungen.
Für Käuferqualifizierung und Verkäuferkommunikation ist außerdem eine saubere Trennung hilfreich: viele Anfragen sind nicht gleichbedeutend mit vielen finanzierbaren Angeboten. Kennzahlen wie qualifizierte Kontakte, Besichtigungen, schriftliche Gebote und Abbruchgründe machen sichtbar, an welcher Stelle der Vermarktung Reibung entsteht.
Grenzen der Erhebung
Das materielle Delta liegt in der deutlichen Verschiebung gegenüber der Vorjahresbefragung: Dauer, Stimmung und Preiserwartungen haben sich gleichzeitig eingetrübt. Für die operative Vermarktung ist damit vor allem die realistische Erwartungssteuerung wichtiger geworden.
Quellen
Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und freigegeben von Christian Heinrich Hohlfeld am .