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Prozesse

ServiceNow AI Passport soll Agentenrechte vor realen Aktionen erzwingen

Kryptografisch signierte Berechtigungen für KI-Agenten sollen bei ServiceNow zur Laufzeit geprüft werden; breite Verfügbarkeit ist geplant.

Eine technische Berechtigung für KI-Agenten

ServiceNow hat am 15. Oktober AI Passport und Erweiterungen des Super Intelligence Control Tower vorgestellt. Nach Herstellerangaben sollen signierte Nachweise festlegen, auf welche Daten ein Agent zugreifen und welche Aktionen er ausführen darf. Die Berechtigungen sollen während der Ausführung überprüft, eingeschränkt und bei Bedarf widerrufen werden können.

Das betrifft auch Agenten und MCP-Werkzeuge anderer Anbieter. Fachmedien wie Express Computer berichten darüber. Wichtig ist die zeitliche Einschränkung: Einige genannte Funktionen sollen erst im vierten Quartal 2026 verfügbar werden. Die Pressemitteilung ist daher kein Beweis, dass sämtliche Funktionen heute bei jedem Kunden produktiv nutzbar sind.

Mehr als ein Monitoring-Dashboard

Ein Kontrollsystem, das nur nachträglich den Namen eines Agenten anzeigt, kann eine unzulässige Aktion nicht verhindern. AI Passport soll einen Schritt weiter gehen und eine unmittelbar prüfbare Erlaubnis an Aktionen binden. ServiceNow verbindet dies mit Infrastrukturpartnern wie NVIDIA und mit vorhandenen Regeln aus der Unternehmensverwaltung.

Unternehmen sollten dabei unterscheiden: Technische Zugriffsrechte verhindern nicht automatisch fachlich falsche Entscheidungen. Eine formal zulässige Überweisung kann dennoch einen falschen Empfänger enthalten. Für finanzielle oder personenbezogene Wirkungen bleiben Prüfregeln und menschliche Freigabepunkte notwendig.

Was sich praktisch daraus ergibt

Die Beschaffung von Agentenplattformen erhält einen konkreten Test: Kann ein Agent eine kritische Handlung ohne Freigabe wirklich nicht ausführen? Wie schnell lässt sich eine Erlaubnis widerrufen? Werden Regeln vor dem Schreiben geprüft, und lässt sich die Entscheidung nachweisen?

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und freigegeben von Christian Heinrich Hohlfeld am .