Vom Datenbankanbieter zum Betreiber riesiger KI-Rechenzentren: Wie Larry Ellison Oracle neu ausrichtet, was Musk tatsächlich über ihn sagte und warum Rechenleistung zur entscheidenden wirtschaftlichen Ressource werden könnte.
Rechenzentren müssen bezahlt werden, bevor sie Geld verdienen. Neue Oracle-Zahlen und eine Warnung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zeigen, warum beim KI-Ausbau die Finanzierung genauso wichtig wird wie die Nachfrage.
Oracle meldet für das erste Quartal FY27 19,3 Milliarden Dollar Umsatz, 7,4 Milliarden IaaS-Umsatz und 664 Milliarden Dollar Remaining Performance Obligations. Die Größen zeigen, wie stark AI-Compute das Geschäftsmodell verschiebt.
Nvidia meldet für Q2 FY27 96,2 Milliarden Dollar Gesamtumsatz und 89 Milliarden Dollar Data-Center-Umsatz. Der Infrastrukturboom ist damit inzwischen fast das gesamte Geschäft.
Salesforce meldet für Agentforce mehr als 1,5 Milliarden Dollar annualisierte wiederkehrende Erlöse. Agentforce und Data 360 zusammen liegen bei knapp 3,9 Milliarden Dollar ARR.
Cisco hat im Geschäftsjahr 2026 AI-Infrastruktur-Aufträge von Hyperscalern über 9,3 Milliarden Dollar verbucht. Realisiert wurden rund vier Milliarden Dollar Umsatz; für FY27 nennt Cisco 7,5 Milliarden als Erwartung.
CoreWeave verdoppelte den Q2-Umsatz auf 2,575 Milliarden Dollar und meldete rund 104 Milliarden Dollar Revenue Backlog. Gleichzeitig betrug der Nettoverlust 626 Millionen Dollar und der Nettozinsaufwand 640 Millionen.
Palantir meldet für Q2 2026 1,94 Milliarden Dollar Gesamtumsatz und 764 Millionen Dollar US-Commercial-Umsatz. Die Zahl der großen Verträge stieg deutlich.
Amazons operativer Cashflow stieg auf 161,4 Milliarden Dollar in zwölf Monaten, der Free Cashflow lag dennoch bei minus 7,6 Milliarden. Hauptgrund laut Unternehmen: stark erhöhte Investitionen in AI-Infrastruktur.
Amazon meldet für AWS im zweiten Quartal 2026 42,2 Milliarden Dollar Umsatz, 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Das AI- und das Chipgeschäft von AWS überschritten laut Unternehmen jeweils 25 Milliarden Dollar annualisierte Run-Rate.
Meta grenzt seine CapEx-Prognose für 2026 auf 130 bis 145 Milliarden Dollar ein. Im zweiten Quartal allein lagen die Investitionen inklusive Finance-Lease-Tilgungen bei 31,08 Milliarden Dollar.
Microsoft meldet für Q4 FY26 41 Milliarden Dollar CapEx. Rund zwei Drittel entfielen auf kurzlebige Assets wie CPUs und GPUs; der Free Cashflow lag trotz starkem operativem Cashflow bei 19,6 Milliarden Dollar.
Microsoft meldet 59,3 Milliarden Dollar Cloudumsatz und 678 Milliarden Dollar Commercial RPO. Der Auftragsbestand wuchs stark, enthält aber langfristige Verpflichtungen und ist nicht mit kurzfristigem Umsatz gleichzusetzen.
SAP meldet für Q2 2026 einen Current Cloud Backlog von 22,9 Milliarden Euro, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Cloudumsatz wuchs um 22 Prozent, Cloud ERP Suite um 25 Prozent.
IBM meldet im zweiten Quartal 2026 fünf Prozent Softwarewachstum, während Consulting umsatzseitig stagnierte. Besonders stark wuchs das Datensegment; Infrastruktur ging insgesamt zurück.
ServiceNow meldet für Q2 2026 erstmals mehr als eine Milliarde Dollar annualisierten Vertragswert für seine AI-Angebote. Gleichzeitig stieg der gesamte RPO auf 29 Milliarden Dollar.
OpenAI schließt eine Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar. Für Unternehmen zeigt die Größenordnung vor allem: KI hängt zunehmend an kapitalintensiver Infrastruktur – und damit auch an Kosten, Kapazität und Anbieterabhängigkeit.
Alphabet kündigte Anfang 2026 Investitionen von 175 bis 185 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr an. Treiber sind AI-Compute, Cloudkapazität, DeepMind und technische Infrastruktur.