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Prozesse

Agenten verändern die Einheit der Wissensarbeit: von Antworten zu delegierten Aufgaben

Agenten bearbeiten nicht nur einzelne Fragen, sondern delegierte Aufgaben. Für Unternehmen ist deshalb entscheidend zu erkennen, welche Arbeit überhaupt sauber delegierbar ist.

OpenAI hat am 25. Juni eine Untersuchung dazu veröffentlicht, wie Agenten Arbeit verändern. Der zentrale Unterschied zu Chatbots: Agenten bearbeiten nicht nur einzelne Anfragen, sondern können Aufgaben über längere Zeit verfolgen und dabei Werkzeuge sowie Umgebungen koordinieren.

Damit verändert sich die Einheit der KI-Nutzung: Statt einer Antwort wird ein Arbeitsergebnis delegiert.

Welche Arbeit eignet sich dafür?

Ein Vorgang ist ein guter Kandidat, wenn fünf Fragen überwiegend mit Ja beantwortet werden können:

  1. Ist das Ziel eindeutig? Der Agent weiß, was am Ende vorliegen muss.

  2. Sind die nötigen Eingaben erreichbar? Daten und Unterlagen müssen auffindbar und erlaubt sein.

  3. Sind die erlaubten Aktionen klar? Der Agent kennt seine Grenzen.

  4. Lässt sich das Ergebnis prüfen? Qualität darf nicht nur Geschmackssache sein.

  5. Sind Ausnahmen beherrschbar? Sonderfälle können an einen Menschen übergeben werden.

Fehlt einer dieser Punkte, ist ein Assistent, der vorbereitet und Vorschläge macht, häufig sinnvoller als ein autonomer Agent.

Der wirtschaftliche Hebel hängt deshalb nicht daran, möglichst viel Arbeit zu automatisieren. Er hängt daran, die richtige Arbeit delegierbar zu machen – mit Ziel, Kontext, Prüfpunkten und einem definierten Ende.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und verantwortlich: Christian Hohlfeld.