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Prozesse

OpenAI kauft Ona: Agenten sollen Aufgaben über Stunden und Tage weiterführen

OpenAI übernimmt Ona und baut sichere Cloud-Ausführung für langlaufende Agenten aus. Sobald KI über Stunden oder Tage arbeitet, werden Zwischenstände, Abbruchregeln und menschliche Übergaben wichtiger als ein guter Einzelprompt.

OpenAI hat am 11. Juni angekündigt, Ona zu übernehmen. Dessen Technologie für sichere Cloud-Ausführung und Orchestrierung soll in Codex einfließen.

Der Hintergrund ist praktisch relevant: Wertvolle Agentenarbeit dauert zunehmend nicht nur Minuten. Aufgaben können über Stunden oder Tage laufen, auf externe Ereignisse warten und zwischendurch menschliche Entscheidungen benötigen.

Was bei langlaufender KI anders wird

Ein Chat kann scheitern und neu gestartet werden. Ein laufender Geschäftsprozess braucht mehr Struktur:

  1. Zwischenstand: Das System muss wissen, was bereits erledigt ist und was noch offen ist.

  2. Wartepunkt: Es muss klar sein, worauf gewartet wird – etwa eine Freigabe, Datei oder Antwort.

  3. Abbruchregel: Nach welchem Fehler oder welcher Frist darf der Agent nicht einfach weitermachen?

  4. Eskalation: Wer übernimmt, wenn ein Sonderfall auftritt?

  5. Abschluss: Woran ist eindeutig erkennbar, dass die Aufgabe wirklich erledigt ist?

Diese Punkte klingen banal. Genau sie entscheiden aber darüber, ob aus „KI arbeitet im Hintergrund“ ein kontrollierbarer Prozess oder eine Blackbox wird.

Für Unternehmen ist die wichtigste Konsequenz deshalb nicht, Agenten möglichst lange autonom laufen zu lassen. Sie sollten lange Abläufe in überprüfbare Zustände und klare Übergaben zerlegen.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und verantwortlich: Christian Hohlfeld.