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Finanzen

Inflation sinkt im Oktober auf 2,8 Prozent

Die Teuerung in Deutschland hat sich im Oktober deutlich abgeschwächt. Nach der am 30. Oktober veröffentlichten vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise 2,8 Prozent über dem Vorjahresmonat. Im September hatte die Rate 3,3 Prozent betragen. Gegenüber September sanken die Preise im Oktober voraussichtlich um 0,2 Prozent.

Der Rückgang ist breit genug, um auch in der Kernrate sichtbar zu werden. Ohne Nahrungsmittel und Energie lag die Inflation bei 2,1 Prozent, nach 2,4 Prozent im September. Dienstleistungen verteuerten sich um 2,5 Prozent, Waren um 3,0 Prozent. Damit fiel der Preisauftrieb auch jenseits von Nahrungsmitteln und Energie geringer aus als im Vormonat.

Energie bleibt trotz niedrigerer Rate der größte Ausschlag

Energie war im Oktober 12,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Das ist weniger als der Anstieg von 14,9 Prozent im September, aber weiterhin deutlich mehr als bei anderen großen Ausgabengruppen. Nahrungsmittel verteuerten sich nur um 0,4 Prozent. Der geringere Energieanstieg erklärt deshalb einen erheblichen Teil der niedrigeren Gesamtinflation.

Die unabhängige Berichterstattung verweist zudem auf die seit Oktober geltende zeitweise Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe als einen dämpfenden Faktor. Wie groß deren Anteil am Monatsrückgang genau ist, lässt sich aus der ersten Destatis-Schätzung noch nicht ableiten. Auch die einzelnen Energiearten werden erst mit den endgültigen Ergebnissen detaillierter sichtbar.

Für die europäische Vergleichsrechnung erwartet Destatis einen harmonisierten Verbraucherpreisindex von ebenfalls plus 2,8 Prozent zum Vorjahr. Gegenüber dem Vormonat dürfte dieser Index um 0,1 Prozent gefallen sein. Der harmonisierte Index verwendet eine EU-weit vergleichbare Methodik und unterscheidet sich deshalb vom deutschen Verbraucherpreisindex.

Betriebskosten reagieren nicht sofort auf den Monatswert

Für Wohnungsunternehmen, Vermieter und Verwalter bedeutet die niedrigere Inflationsrate keine unmittelbare Senkung aller Betriebskosten. Heizenergie, Allgemeinstrom und laufende Dienstleistungsverträge werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgerechnet. Ein geringerer Preisauftrieb im Oktober kann daher erst zeitversetzt in Abschlägen, Nebenkostenabrechnungen oder neuen Lieferverträgen ankommen.

Auch für Modernisierungs- und Neubaukalkulationen ist die Zusammensetzung wichtiger als die Gesamtzahl. Die Kerninflation von 2,1 Prozent zeigt einen moderateren allgemeinen Preisdruck, während Energie weiterhin weit darüber liegt. Budgets sollten diese Kostenblöcke deshalb getrennt fortschreiben, statt den Gesamtwert von 2,8 Prozent pauschal auf alle Positionen anzuwenden.

Die Oktoberzahlen sind vorläufig. Destatis veröffentlicht die endgültigen Ergebnisse einschließlich weiterer Einzelpositionen am 11. November 2026. Bis dahin können sich einzelne Werte noch ändern.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und freigegeben von Christian Heinrich Hohlfeld am .