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Energie

Vattenfall nimmt ersten eigenen Wind-Solar-Hybridpark in Deutschland in Betrieb

Vattenfall hat am 30. Oktober den Hybridpark Hommerdingen-Biesdorf in der Südeifel eröffnet. Das Projekt kombiniert vier Windenergieanlagen mit zusammen 17 Megawatt Leistung und einen Solarpark mit mehr als 12.000 Modulen und 7,6 Megawatt Peak. Es ist der erste Wind-Solar-Hybridpark des Unternehmens in Deutschland, der nun in Betrieb gegangen ist.

Die technische Besonderheit liegt im Netzanschluss. Windpark und Photovoltaikanlage speisen über einen gemeinsamen Anschlusspunkt in das Verteilnetz von Westnetz ein. Der Solarpark wird dabei technisch wie eine weitere Windenergieanlage behandelt. Damit benötigt das kombinierte Projekt nicht zwei getrennte Netzanschlüsse für die beiden Erzeugungsarten. Westnetz hat dem Konzept zugestimmt.

Was der gemeinsame Anschluss verändert

Wind und Photovoltaik erzeugen Strom zu unterschiedlichen Tages- und Wetterzeiten. Durch die Kombination kann der vorhandene Netzanschluss über einen größeren Teil des Jahres genutzt werden als bei zwei getrennten Anlagen, deren Einspeisespitzen gleichzeitig auftreten können. Vattenfall und der rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Energieminister verweisen deshalb auf eine bessere Auslastung der bestehenden Netzinfrastruktur und ein geringeres Risiko von Netzüberlastungen.

Die Unternehmen haben keine konkrete Einsparsumme für Anschlusskosten oder Netzausbau veröffentlicht. Der wirtschaftliche Vorteil lässt sich daher nicht als fester Betrag beziffern. Der Ansatz ist vor allem für Standorte interessant, an denen zusätzliche Einspeisung an begrenzten Netzanschlusskapazitäten scheitert oder ein separater Anschluss unverhältnismäßig aufwendig wäre.

Speicher sind noch nicht Teil des Projekts

Der jetzt eröffnete Hybridpark besteht zunächst aus Wind- und Solaranlagen. Ein Batteriespeicher ist in Hommerdingen-Biesdorf nach den veröffentlichten Angaben noch nicht in Betrieb. Vattenfall plant, bei künftigen Projekten und unter passenden Rahmenbedingungen Photovoltaikanlagen zusätzlich mit Speichern zu kombinieren. In den Niederlanden betreibt das Unternehmen bereits ein umfassenderes Hybridkraftwerk mit Wind, Solar und Batterie.

Für Netzbetreiber, Projektentwickler und Kommunen ist der neue Betriebsstart ein konkretes Beispiel dafür, wie Erzeugungsanlagen verschiedener Technologien einen gemeinsamen Netzanschluss nutzen können. Die Übertragbarkeit hängt allerdings von den örtlichen Netzbedingungen, der Genehmigung und der Zustimmung des jeweiligen Netzbetreibers ab. Der Betrieb eines Hybridparks ersetzt weder den Netzausbau noch schafft er automatisch zusätzliche Anschlusskapazität an jedem Standort.

Quellen

Von Christian Hohlfeld

Transparenz: Konzept, Auswahlkriterien und inhaltliche Vorgaben stammen von Christian Hohlfeld. Recherche und Formulierung wurden nach diesen Vorgaben mit KI-Werkzeugen unterstützt. Redaktionell geprüft und freigegeben von Christian Heinrich Hohlfeld am .