Seit 11. September 2026 müssen Hersteller aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle bei digitalen Produkten melden. Die erste Warnung ist innerhalb von 24 Stunden fällig, die vollständige Meldung innerhalb von 72 Stunden.
Deutschland will die EUDI-Wallet d-you Anfang 2027 starten. Für Unternehmen wird damit relevant, welche Identitäts- und Nachweisprozesse künftig digital und selektiv abgewickelt werden können.
Ab 2. August beginnen EU-Kommission und nationale Behörden mit der Durchsetzung zentraler AI-Act-Regeln. Unternehmen sollten jetzt nicht nur Richtlinien besitzen, sondern ihren tatsächlichen KI-Einsatz systematisch erfassen und prüfen können.
Der Bund hat Ende Juli die zweite Runde des Agentic AI Hub angekündigt. Nach der kommunalen Bedarfseinreichung im August läuft die nächste Implementierungsphase vom 7. September bis 30. November 2026.
Die EU-Kommission hat neue Leitlinien zum Cyber Resilience Act veröffentlicht. Sie erläutern unter anderem, welche digitalen Produkte erfasst sind, wann eine Änderung wesentlich ist und wie Support- und Risikopflichten praktisch zu verstehen sind.
Die EU-Kommission hat Leitlinien zu Artikel 50 des AI Act veröffentlicht. Die Transparenzpflichten gelten seit 2. August 2026 und betreffen unter anderem direkte KI-Interaktion sowie bestimmte generierte oder manipulierte Inhalte.
Die EU-Kommission hat am 20. Juli 2026 das Register für Digital Product Passports samt Testumgebung gestartet. Produktdaten bleiben dezentral, aber eindeutige Produktkennungen und zugehörige Metadaten werden im Register erfasst.
Die EU-Kommission hat mit der Durchführungsverordnung 2026/1731 mehrere technische Regeln für die European Digital Identity Wallet aktualisiert. Betroffen sind unter anderem Standards für Identitätsdaten, Attribute, Register sowie Protokolle und Schnittstellen.
Die EU-Kommission hat am 3. Juli 2026 überarbeitete ESRS und einen freiwilligen Standard für kleinere Unternehmen beschlossen. Die delegierten Rechtsakte durchlaufen anschließend die Kontrolle von Parlament und Rat und gelten erst nach Abschluss des Verfahrens.
Die EU-Kommission hat AWS und Microsoft Azure vorläufig als mögliche Gatekeeper unter dem Digital Markets Act bewertet. Es ist noch keine endgültige Benennung – die Prüfung zeigt aber, dass Cloud-Lock-in und KI-Ökosysteme stärker in den Fokus rücken.
Die EU-Kommission fordert Deutschland zu Reformen in der öffentlichen Verwaltung auf. Für Unternehmen ist Verwaltung kein Randthema: Wartezeiten, Mehrfacheingaben und unklare Zuständigkeiten wirken direkt auf Investitionen und Projekte.
Die EU-Kommission konkretisiert 2026 die Umsetzung von VAT in the Digital Age. Ab 1. Juli 2030 sollen grenzüberschreitende B2B-Umsätze neuen digitalen Meldepflichten auf Basis verpflichtender E-Rechnungen unterliegen.
Die neue EU-Produkthaftungsrichtlinie bezieht digitale Produkte und KI-Systeme ausdrücklich ein. Die Mitgliedstaaten müssen sie bis 9. Dezember 2026 umsetzen; sie gilt für Produkte, die nach dem 8. Dezember 2026 in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden.
Bis 31. Dezember 2026 dürfen Rechnungsaussteller im inländischen B2B-Bereich noch auf Papier oder unter Bedingungen in anderen elektronischen Formaten abrechnen. Danach bleiben Ausnahmen vor allem für kleinere Aussteller und bestimmte EDI-Verfahren bis Ende 2027.
Deutschland konkretisiert die Umsetzung der europäischen KI-Verordnung. Für Unternehmen heißt das praktisch: KI-Systeme müssen auffindbar sein, Verantwortliche brauchen klare Rollen und Freigaben dürfen nicht nur auf Papier stehen.
Das deutsche NIS2-Umsetzungsgesetz gilt seit 6. Dezember 2025. Betroffene Unternehmen müssen die vorgesehenen Registrierungs- und Meldepflichten erfüllen; die NIS2-Registrierung erfolgt ausschließlich über das BSI-Portal.